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In Baden-Württemberg bahnt sich eine stille, aber rasant wachsende Krise an: Immer mehr, insbesondere junge und bislang konsumnaive Menschen geraten in die Abhängigkeit hochpotenter synthetischer Opioide. Gleichzeitig kämpft die Suchthilfe in Baden-Württemberg um ihre strukturelle Existenz.
Der aktuelle Sicherheitsbericht des Innenministeriums zeigt: Im Jahr 2025 verzeichnet Baden-Württemberg 191 Drogentote und bleibt damit nahezu auf dem Rekordniveau des Vorjahres (195 Fälle). Das Land bewegt sich weiterhin auf dem höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten. Besonders alarmierend ist der steigende Anteil junger Betroffener. Mischkonsum ist dabei die häufigste Todesursache – und wird durch synthetische Substanzen zusätzlich verschärft.
Parallel zu diesen Entwicklungen bestehen erhebliche strukturelle Defizite, denn Baden-Württemberg verfügt bislang über kein systematisches Frühwarnsystem für neue psychoaktive Substanzen. Instrumente wie Drug-Checking, Substanzanalysen, oder schnelle Meldestrukturen fehlen weitgehend – gefährliche Entwicklungen werden daher oft zu spät erkannt.
Die Landesstelle für Suchtfragen der Liga-BW lädt vor diesem Hintergrund zur Vorstellung und Diskussion ihrer fachpolitischen Einschätzungen und Forderungen im Rahmen der Landespressekonferenz ein am
27.03.2026 um 11.00 Uhr (Bertha-Benz-Saal, Bürger- und Medienzentrum des Landtags)
Sprecher:innen - Natalia Albrecht - Abteilungsleitung Ambulante Suchthilfe – AGJ Fachverband e.V.
- Stefan Grupp – Referent Suchthilfe und -prävention – Landesstelle für Suchtfragen
- Nina Gerich – Leitung Suchtberatungsstelle Ettlingen – AGJ Fachverband e.V.
- Dr. med. Christoph Stoll – Leitung Substitutionsambulanz – AWO Karlsruhe
Um Anmeldung wird gebeten an: grupp@lss-bw.de
Die Landesstelle für Suchtfragen ist die fachliche Koordinierungsstelle für die Verbände der Liga der freien Wohlfahrtsverbände in Baden-Württemberg, die in der Suchthilfe, der Suchtprävention und der Suchtselbsthilfe tätig sind. Sie setzt sich für die Interessen von rund 100 ambulanten und etwa 20 stationären Suchthilfeeinrichtungen ein und ist fachpolitische Vertretung der Verbände auf Landesebene. Zielsetzung der Landesstelle ist die Koordination und inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung der Suchthilfe und Suchtprävention in Baden-Württemberg. Die Landesstelle für Suchtfragen in Baden-Württemberg wird in Teilen gefördert vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration.
Kontakt: Stefan Grupp, Referent für Suchthilfe und -prävention, Landesstelle für Suchtfragen in Baden-Württemberg, Tel.: 0711/61967-34, Mail: grupp@lss-bw.de oder info@lss-bw.de.
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