[Beratung & Behandlung]

Betriebliche Suchtprävention

Die betriebliche Suchtprävention hat zum Ziel, die Menschen frühzeitig mit präventiven Botschaften zu erreichen und die Betriebe so zu gestalten, dass sie die Suchtprävention strukturell unterstützt. Das bedeutet: Einerseits werden in Betrieben Maßnahmen ergriffen, die der Einschränkung des Suchtmittelkonsums – legale wie illegale – und der Verringerung von Risiken am Arbeitsplatz dienen. Zum anderen wird die Stärkung persönlicher und sozialer Fähigkeiten gefördert. Betriebe und Unternehmen unterstützen aktiv, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortungsbewusste Einstellungen und Verhaltensweisen entwickeln. Insbesondere Führungskräfte werden im Rahmen von betrieblicher Suchtprävention unterstützt, ihre Kompetenzen zur Ansprache von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stärken und auszubauen.

Betriebliche Suchtprävention

Zur Betrieblichen Suchtprävention gehört: Vorbeugung, Intervention, Beratung und Hilfe im Rahmen eines betrieblichen Gesamtkonzepts. Sie richtet sich auf verschiedenen Ebenen an die entsprechenden Zielgruppen: Auszubildende, Mitarbeiterschaft, Personal- und Führungsverantwortliche, Multiplikatoren des BGM.

Betriebe unterschieden sich stark in ihrer Genese, Aufgabe, Struktur und damit auch im Profil der Mitarbeiterschaft und der Führungskräfte sowie in der vorherrschenden Belastung. Dieser Diversität wird Rechnung getragen, indem bei den Betrieben im Rahmen der Betrieblichen Suchtprävention ein auf sie zugeschnittenes und mit der Betriebsführung abgestimmtes Unterstützungsmanagement eingesetzt wird.

Dieses Unterstützungsmanagement lässt sich in folgende Module aufteilen:

Melden Sie sich telefonisch

+49 711 6196732

Schreiben Sie uns eine E-Mail

info@lss-bw.de

Ansprechpartner

Christa Niemeier
Referentin für Suchtprävention

Informationsvermittlung

  • Substanzinformation (Alkohol, Tabak, Medikamente, illegale Drogen)
  • Nichtstoffliche Suchtgefahren (Glücksspiele, verschiedene Internetnutzungen, Arbeitssucht, Kauf- und Konsumsucht)
  • Folgen von Suchtmittelmissbrauch
  • Entwicklung und Dynamik von Sucht

Beratung und Qualifizierung von Personal­verantwortlichen und Führungs­kräften

  • Erhebung und Analyse der bisherigen Maßnahmen und Strukturen bzw. Prävention
  • Standards zur Erkennung von Suchtgefährdung / Suchtproblemen
  • Leitfaden für Gespräche mit auffälligen Mitarbeitern (Muster)
  • Kommunikation des Themas „Suchtgefahr“ im Betrieb
  • Rechte und Pflichten des Arbeitgebers hinsichtlich Suchtauffälligkeiten
  • Rechte und Pflichten des Arbeitnehmers hinsichtlich Suchtauffälligkeiten

Veranstaltungen für Auszubildende

  • Zielgruppenspezifische Suchtprävention (Jugendliche und junge Erwachsene)
  • Motivationspädagogische Konzepte
  • Erlebnispädagogische Konzepte

Unterstützung bei der Erstellung und Umsetzung einer ``Dienstvereinbarung Sucht``

  • Zusammenführung (Moderation) der relevanten Akteure im Betrieb
  • Ziele einer „Vereinbarung Sucht“ entwickeln/definieren
  • Erstellung einer spezifischen „Vereinbarung Sucht“ (Muster)
  • Nebenamtliche Beauftragte im Betrieb benennen/begleiten
  • Erlernen des Einsatzes der Vereinbarung
  • Standards zum Umgang mit Suchtmitteln bei Betriebsversammlungen, Betriebsfesten

Betriebliche Suchthilfe

  • Ansprechpartner für Vermittlung in Sucht-Rehabilitation
  • Begleitende Maßnahmen bei Suchtbehandlung (z.B. BEM)
  • Programme im Betrieb zur Sensibilisierung eines risikofreien Suchtmittelkonsums
  • Raucherentwöhnungsprogramme
  • Vorstellung und Vermittlung in Programme der Beratungsstellen zur Konsumreduzierung
  • Vermittlung in Selbsthilfe / Kooperation mit Selbsthilfe

Die Landesstelle für Suchtfragen ...

… vertritt die Suchtberatungsstellen und Fachstellen für Suchtprävention der Liga-Verbände in Baden-Württemberg. Die Fachstellen blicken auf eine jahrelange Erfahrung in der Beratung des Aufbaus und der Begleitung einer betrieblichen Suchtprävention zurück. Sie arbeiten nach den „Qualitätsstandards in der betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen – DHS“. Bei notwendigen Interventionen vor Ort sind sie Ansprechpartner bei Beratungs- und Hilfebedarf für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen bietet ein umfangreiches Informationsportal rund um das Thema Betriebliche Suchtprävention an: www.sucht-am-arbeitsplatz.de

HOTLINE Suchtfragen ✆ 0800 0777 088

Rund neun Millionen Menschen arbeiten in Klein- und Kleinstunternehmen. Die allermeisten der kleinen Betriebe leisten sich aus wirtschaftlichen oder sozialen Gründen keine Programme zur betrieblichen Suchtprävention. Deshalb bietet jetzt eine HOTLINE direkte Hilfe und Informationen bei konkreten Vorfällen oder Krisen.

Egal ob Chef*in, Mitarbeiter*in, Kollege*in oder Auszubildende*r – die HOTLINE SUCHTFRAGEN bietet “Erste Hilfe” durch erfahrene Berater*innen. Den direkten Weg zu der Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie auch unter dem Menüpunkt Standorte.

Eine Initiative der Landesstelle für Suchtfragen Baden-Württemberg, in Kooperation mit der BARMER Baden-Württemberg. Die BARMER unterstützt die HOTLINE im Jahr 2018 mit 10.000 Euro.