Die fortschreitende Verbreitung hochpotenter synthetischer Opioide stellt den globalen Drogenmarkt und das öffentliche Gesundheitssystem vor eine große Herausforderung. Die Landesstelle für Suchtfragen in Baden-Württemberg (LSS) lud daher zu diesem Thema zu ihrer jährlichen Landestagung ein: Unter dem Titel „Schneller. Potenter. Riskanter. Synthetische Opioide auf dem Vormarsch?“ diskutierten über 140 Gäste aus Suchthilfe und Suchtprävention, Selbsthilfe und Politik am 25.06.2026 in Stuttgart zu den aktuellen suchtpolitischen Handlungsbedarfen. Sozialminister Hildenbrand sagt Unterstützung in der drohenden Opioid-Krise zu.

„Die synthetischen Opioide sind klar auf dem Vormarsch und stellen uns in Präventions- und Hilfeangeboten vor neue Fragen und Herausforderungen“, so Annalena Volz, Vorsitzende der LSS zu Beginn der Tagung. Die Zusammenarbeit von Politik und Praxis sei dabei elementar wichtig, um die Suchthilfe in Baden-Württemberg zukunftsfähig aufzustellen.

Baden-Württembergs neuer Minister für Soziales, Arbeit und Gesundheit, Oliver Hildenbrand MdL, hob in seinem Grußwort die Relevanz der Suchthilfe in Baden-Württemberg hervor: „Wir haben in Baden-Württemberg ein gut ausgebautes Suchthilfesystem, das mit Landesmitteln in von Höhe von 14 Millionen Euro jährlich gefördert wird. Land, Kommunen und freie Träger engagieren sich hier gemeinsam. Ich weiß, dass hier tagtäglich zahlreiche Fachkräfte mit hohem Engagement im Einsatz sind. Dafür bedanke ich mich ausdrücklich. Die aktuellen Herausforderungen, u. a. mit Blick auf die Gefahren durch synthetische Opioide, können wir nur gemeinsam angehen.“

Die Teilnehmenden der Landestagung erwartete ein vielfältiges Programm aus Vorträgen und Impulsreferaten. Diese gaben Einblick in aktuelle Trends, medizinische Hintergründe und praxisnahe Lösungsansätze: Expert:innen präsentierten Monitoringergebnisse, kommunale Notfallpläne und innovative Praxisberichte, um einer drohenden Überdosierung synthetischer Opioide gemeinsam entgegenzuwirken.

Eingeladen waren Fachkräfte der ambulanten und stationären Suchthilfe, der Suchtprävention sowie Akteure der Suchtselbsthilfe. Ebenso richtet sich die Veranstaltung an Fachkräfte angrenzender Hilfebereiche und Entscheidungsträger:innen aus Politik, Medizin und Verwaltung.